Zimmerpflanzen1x1

Farn

Pellaea

Pellaea atropurpurea

Pellaea sind wedelbildende Farne, die hell bis halbschattig stehen sollten und direkte Sonne meiden. Halte das Substrat humos und gleichmäßig leicht feucht, erhöhe die Luftfeuchte auf etwa 50–70 % und vermeide Staunässe. Winterschutz: eher warm und hell überwintern, weniger gießen und nicht düngen; Vermehrung ist artabhängig möglich.

Mittlerer Pflegeaufwand
Foto von Pellaea (Pellaea atropurpurea).

Pellaea (Pellaea atropurpurea) | Foto: Erutuon / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Mittel
Licht
Hell, indirekt
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Klein (bis ca. 30 cm)
Wuchsform
Rosette

Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller Platz mit indirektem Licht und normaler Raumluft, fern von praller Mittagssonne.

Licht

Helles, indirektes Licht; dauerhaft dunkle Plätze eignen sich nicht.

Temperatur

Etwa 15 bis 24 °C sind für die Zimmerkultur geeignet.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; erhöhte Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Gießen

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.

Substrat & Topf

Humoses, lockeres und feuchtigkeitsspeicherndes Farnsubstrat.

Pflegeaufwand

Mittlerer Pflegeaufwand

Düngen

Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
  • du wenig Platz hast, zum Beispiel auf Fensterbank oder Regal

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
  • Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten

Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.

Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:KleinHell, indirekt

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Wedelbildende, nicht blühende Sporenpflanze.
  • Herkunft: Nordamerika; wächst vor allem auf kalkreichen Felsen und in Felsspalten.
  • Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
  • Aufstellort: Fensterbank
  • Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
  • Vermehren: Teilung
  • Überwintern: Hell bei etwa 10 bis 18 °C überwintern, sparsamer gießen und den Wurzelballen nicht völlig austrocknen lassen.
  • Auch bekannt als: Pellaea; Handels- und Sortennamen können abweichen.

Pellaea im Überblick

Pellaea (Pellaea atropurpurea) ist eine nicht blühende Sporenpflanze aus der Familie Pteridaceae. In der Zimmerkultur zeigen Arten dieser Gattung typischerweise kompakte bis ausladende Wedelbildung; die Wuchshöhe kann je nach Art sehr unterschiedlich sein (etwa 30 cm bis 3 m). Viele Pellaea-Arten stammen aus feuchten, schattigen Wäldern und bevorzugen daher geschützte, helle bis halbschattige Standorte sowie eine gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit.

Standort

Pellaea atropurpurea stammt aus Nordamerika und wächst dort an kalkhaltigen Felsen; ihre festen, eher ledrigen Wedel sind an zeitweise trockene Bedingungen angepasst. Stelle sie an einen hellen Platz mit indirektem Licht, denn dauerhaft dunkle Standorte schwächen den kompakten Rosettenwuchs. Direkte Mittagssonne hinter Glas kann die Wedel austrocknen oder schädigen. Normale Raumluft reicht aus; eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.

Substrat und Topf

Ein lockeres, mineralisch geprägtes Substrat passt zum Farn, der in der Natur auf kalkhaltigem Gestein wächst. Gute Durchlässigkeit ist wichtig, damit Wasser ablaufen kann und die Wurzeln nicht dauerhaft nass stehen. Ein eher breiter, nicht übermäßig tiefer Topf mit Abzugsloch bietet dem Rhizom Platz und erleichtert den Wasserabzug. Eine Tonschale kann helfen, überschüssige Feuchtigkeit schneller abzugeben.

Richtig pflegen

Pellaea braucht ein ausgewogenes Zusammenspiel von Licht, Feuchte und Nährstoffen. Die Pflanzen reagieren empfindlich auf trockene Luft und unregelmäßiges Gießen, gleichzeitig schadet stehendes Wasser den Wurzeln.

Gießen

Prüfe vor dem Gießen die obere Erdschicht und gieße, wenn sie abgetrocknet ist; der Wurzelballen sollte nicht dauerhaft nass bleiben. Die Art kommt mit kurzen trockeneren Phasen besser zurecht als mit Staunässe, darf im Topf aber auch nicht vollständig und lange austrocknen. Gieße durchdringend und leere überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer. Schlappe oder eingerollte Wedel können auf Stress hinweisen, sind aber kein eindeutiger Gießanzeiger.

Düngen

Während des aktiven Wachstums genügt eine zurückhaltende Düngung, denn ein nährstoffreiches Substrat ist für diesen Farn nicht nötig. In der lichtärmeren Zeit im Winter wird das Düngen eingestellt oder stark reduziert.

Umtopfen

Am besten wird im Frühjahr umgetopft, wenn Wurzeln den Topf ausfüllen oder das Rhizom kaum noch Platz hat. Wähle nur einen wenig größeren, eher breiten Topf und lockere die Wurzeln vorsichtig, statt das Rhizom unnötig zu beschädigen.

Schneiden und Blattpflege

Ein regelmäßiger Formschnitt ist bei dem kompakten Farn nicht nötig. Vertrocknete oder beschädigte Wedel kannst du nahe an der Basis sauber entfernen, damit neue Wedel Platz haben. Gesunde Wedel bleiben möglichst stehen, da sie die Pflanze versorgen; eine Stütze braucht der niedrige Wuchs gewöhnlich nicht.

Jahresrhythmus

Im Frühling beginnt mit zunehmendem Licht meist das neue Wachstum; ein heller Platz ohne pralle Mittagssonne unterstützt die Entwicklung. Während der Wachstumszeit hältst du das Substrat gleichmäßig leicht feucht, lässt überschüssiges Wasser aber stets ablaufen. Im Sommer schützt ein heller Standort vor starker direkter Sonne und vollständigem Austrocknen. Im Winter wächst der Farn langsamer, daher gießt du vorsichtiger und düngst kaum oder gar nicht; normale Zimmertemperatur genügt.

Vermehren

Die Teilung des Rhizoms ist die passende Methode zur Vermehrung und gelingt am besten im Frühjahr beim Umtopfen. Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und trenne einen bewurzelten Abschnitt ab, an dem mehrere Wedel oder Austriebspunkte sitzen. Verwende für beide Teile durchlässiges, leicht kalkhaltiges Substrat und setze sie nicht tiefer als zuvor ein. Halte die Erde anschließend leicht feucht, ohne sie nass werden zu lassen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Staunässe im Topf

    • Symptom: Wedel werden gelb oder schlaff, und die Wurzeln können faulen.
    • Ursache: Wasser staut sich im Topf oder das Substrat bleibt dauerhaft nass.
    • Gegenmaßnahme: Nutze einen Topf mit Abzugsloch und lasse überschüssiges Gießwasser vollständig ablaufen.
  2. Zu dunkler Standort

    • Symptom: Der Farn bildet nur wenige neue Wedel und wirkt zunehmend schwach.
    • Ursache: Ein schattiger Platz bietet zu wenig Licht für das Wachstum.
    • Gegenmaßnahme: Stelle ihn heller und indirekt, ohne ihn praller Mittagssonne auszusetzen.
  3. Zu häufiges Gießen im Winter

    • Symptom: Wedel vergilben oder verlieren an Festigkeit, obwohl das Substrat feucht ist.
    • Ursache: Bei geringerem Winterwachstum verbraucht die Pflanze weniger Wasser.
    • Gegenmaßnahme: Prüfe das Substrat vor dem Gießen und lasse die obere Schicht leicht antrocknen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie oft soll ich meine Pellaea gießen?

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.

Braucht Pellaea viel Licht?

Helles, indirektes Licht; dauerhaft dunkle Plätze eignen sich nicht.

Kann man Pellaea teilen, um sie zu vermehren?

Ja, durch Teilung des Rhizoms im Frühjahr; trenne einen bewurzelten Abschnitt ab und topfe ihn separat ein.

Welche Luftfeuchtigkeit ist ideal?

Normale Raumluft genügt Pellaea atropurpurea; zusätzliches Besprühen ist nicht nötig.

Wann und wie oft düngen?

Dünge sparsam von März bis September alle 2–4 Wochen mit einem handelsüblichen Grünpflanzendünger in niedriger Dosierung. Im Herbst und Winter nicht düngen.

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