Zimmerpflanze
Klebesamen
Pittosporum tobira
Klebesamen (Pittosporum tobira) ist eine zierliche, aber artvariierende Zimmerpflanze, die helles bis halbschattiges Licht bevorzugt und vor starker Mittagssonne geschützt werden sollte. Gießen nach Bedarf, Staunässe vermeiden und bei warmer Wachstumszeit mäßig düngen. Überwintern frostfrei, heller und mit reduziertem Wasserbedarf; Vermehrung je nach Form durch Teilung, Stecklinge oder Aussaat.

Klebesamen (Pittosporum tobira) | Foto: Jean-Pol GRANDMONT / Wikimedia Commons / CC BY 3.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Pflegeleicht
- Licht
- Hell, indirekt
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Niedrig
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Buschig
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller Platz mit viel indirektem Licht, etwa nahe einem Ost- oder Westfenster.
Licht
Viel helles, indirektes Licht; an dauerhaft schattigen Plätzen wird der Wuchs lockerer.
Temperatur
Etwa 10 bis 25 °C; vor Frost und kalter Zugluft schützen.
Luftfeuchtigkeit
Normale bis eher trockene Raumluft ist in der Regel ausreichend.
Gießen
Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und lass überschüssiges Wasser ablaufen.
Substrat & Topf
Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.
Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Düngen
Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
- du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist
- Heizungsluft und trockene Räume kein Problem sind
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Immergrüner, buschig verzweigter Strauch mit aufrechten, verholzenden Trieben.
- Herkunft: Ostasien, vor allem Japan, Korea und China; wächst häufig in Küstengebüschen.
- Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
- Vermehren: Stecklinge
- Überwintern: Hell und frostfrei bei etwa 5 bis 10 °C überwintern, mäßig gießen und Staunässe vermeiden.
- Auch bekannt als: Klebesamen; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Klebesamen im Überblick
Klebesamen (Pittosporum tobira) ist eine als Zierpflanze kultivierte Art aus der Familie Pittosporaceae. Die Angaben sind artabhängig: Wuchsform, Größe und genaue Ansprüche variieren je nach Sorte oder Herkunft. Allgemein gilt die Pflanze als mittel anspruchsvoll — Standort, Substrat und Pflege sollten an die konkrete Art angepasst werden.
Standort
Pittosporum tobira stammt aus Ostasien und wächst dort als immergrüner, dicht verzweigter Strauch; seine glänzenden, festen Blätter sitzen oft gehäuft an den Triebenden. In der Wohnung braucht es einen sehr hellen Platz mit viel indirektem Licht, denn an dauerhaft schattigen Stellen wird der Wuchs lockerer und kann verkahlen. Ein Platz am Ost- oder Westfenster passt meist gut. Normale, auch eher trockene Raumluft verträgt die Pflanze; sie sollte frostfrei bei ungefähr 10 bis 25 °C stehen.
Substrat und Topf
Für Pittosporum tobira eignet sich ein strukturstabiles, durchlässiges Substrat, das Wasser gleichmäßig hält, überschüssige Feuchte aber rasch ableitet. Ein standfester Topf mit Abzugslöchern ist für den groß werdenden, buschigen Strauch sinnvoll. Achte auf freien Wasserabzug und entferne nach dem Gießen überschüssiges Wasser aus dem Übertopf, damit der Wurzelballen nicht dauerhaft nass bleibt.
Richtig pflegen
Gießen
Prüfe vor dem Gießen die obere Erdschicht: Ist sie abgetrocknet, kannst du gründlich wässern, bis der Ballen gleichmäßig feucht ist. Pittosporum tobira hat einen mittleren Wasserbedarf und verträgt kurzes Antrocknen besser als dauerhaft nasse Erde. Gießwasser im Übertopf oder Untersetzer solltest du nach kurzer Zeit entfernen, denn Staunässe belastet die Wurzeln. Bei kühlerem Stand und weniger Licht trocknet die Erde langsamer ab, daher solltest du dann zurückhaltender gießen.
Düngen
Während des aktiven Wachstums im Frühling und Sommer kannst du Pittosporum tobira mäßig düngen. Bei kühler Überwinterung wächst die Pflanze langsamer und braucht entsprechend weniger Nährstoffe; in dieser Zeit setzt du die Düngung aus.
Umtopfen
Topfe Pittosporum tobira am besten im Frühjahr um, wenn Wurzeln den vorhandenen Topf stark durchwurzelt haben oder aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle einen nur wenig größeren, standfesten Topf mit Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und der Wurzelballen nicht unnötig lange feucht bleibt.
Schneiden und Blattpflege
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht nötig, doch längere Triebe kannst du einkürzen, um den buschigen Wuchs kompakt zu halten. Schneide einzelne Triebe mit sauberem Werkzeug zurück und entferne abgestorbene oder beschädigte Zweige. Bei kräftigem Wachstum lässt sich die Krone durch maßvolles Auslichten in Form halten.
Jahresrhythmus
Im Frühling beginnt Pittosporum tobira wieder kräftiger zu wachsen; mit zunehmendem Wachstum kannst du das Gießen und die Düngung allmählich steigern. Im Sommer steht die Pflanze hell und erhält Wasser, sobald die obere Substratschicht angetrocknet ist. Im Herbst reduzierst du die Wassergaben mit dem nachlassenden Wachstum. Überwintere sie hell und kühl bei etwa 10 °C oder darüber und gieße dann sparsamer.
Vermehren
Pittosporum tobira lässt sich durch Stecklinge vermehren; dafür eignen sich im späten Frühling oder Sommer halb verholzte Triebspitzen. Schneide einen gesunden Trieb ab und entferne die unteren Blätter. Stecke den Steckling in leicht feuchtes, luftiges Substrat und stelle ihn hell, aber ohne direkte Sonne auf. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht, bis sich Wurzeln gebildet haben.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Zu dunkler Standort
- Symptom: Die Triebe werden lang und die Krone wirkt zunehmend locker.
- Ursache: Bei zu wenig Licht wächst Pittosporum tobira schwächer und bildet weniger kompakten Wuchs.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze heller, an einen Platz mit viel indirektem Licht.
-
Dauerhaft nasser Wurzelballen
- Symptom: Blätter vergilben und die Pflanze verliert an Kraft.
- Ursache: Staunässe durch häufiges Gießen oder fehlenden Wasserabzug schädigt die Wurzeln.
- Gegenmaßnahme: Lass die obere Substratschicht antrocknen und entferne Wasser aus dem Übertopf.
-
Zu warme Überwinterung
- Symptom: Im lichtarmen Winter entstehen schwache, lang gestreckte Triebe.
- Ursache: Ein warmer Standort fördert das Wachstum, obwohl das Winterlicht dafür oft nicht ausreicht.
- Gegenmaßnahme: Überwintere Pittosporum tobira hell und kühl bei etwa 10 °C oder darüber.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft muss Klebesamen gegossen werden?
Gieße nach Bedarf: erst wieder, wenn die obere Substratschicht angetrocknet ist. Häufiges, flaches Gießen und stehendes Wasser vermeiden.
Kann Klebesamen im Sommer ins Freie gestellt werden?
Ja, aber nur geschützt und frostfrei. Manche Formen vertragen einen geschützten Außenplatz, andere benötigen dauerhaftere frostfreie Bedingungen.
Wann ist die beste Zeit zum Umtopfen?
Im Frühjahr: dann ist die Wachstumsphase günstig, und Wurzeln erholen sich schneller. Topf nur wenig größer wählen (2–4 cm Unterschied).
Wie vermehre ich Klebesamen am besten?
Ja, Pittosporum tobira lässt sich im späten Frühling oder Sommer durch halb verholzte Stecklinge vermehren.
Welche Schädlinge sind häufig und wie erkenne ich sie?
Häufig sind Spinnmilben, Thripse, Wollläuse und Schildläuse sowie Wurzelfäule bei Staunässe. Anzeichen sind feine Gespinste, klebrige Rückstände, weiße Watteflecken, verfärbte oder deformierte Blätter und schlecht riechende oder matschige Wurzeln.
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