Palme
Honigpalme
Jubaea chilensis
Die Honigpalme (Jubaea chilensis) ist eine mittelgroße Zimmerpalme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln, die hell bis halbschattig und warm steht. Gießen, wenn die obere Substratschicht trocken ist, Staunässe vermeiden; im Frühjahr leicht umtopfen und von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen düngen. Bei Haustieren Vorsicht geboten.

Honigpalme (Jubaea chilensis) | Foto: photo taken by SteffenMP (de:Benutzer:SteffenMP) / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Mittel
- Licht
- Sonnig
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Niedrig
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Sehr heller, sonniger Platz mit Raum für die aufrecht wachsende Palme; im Topf im Winter kühl und frostgeschützt.
Licht
Viel Licht und zeitweise direkte Sonne fördern kräftige Wedel; dauerhafter Schatten bekommt ihr nicht.
Temperatur
Etwa 5 bis 25 °C; kühl und hell überwintern, im Topf vor starkem Frost schützen.
Luftfeuchtigkeit
Normale, auch trockene Raumluft wird gut vertragen.
Gießen
Gieße nach dem Abtrocknen der oberen Erdschicht gründlich und lass überschüssiges Wasser ablaufen; im kühlen Winter weniger.
Substrat & Topf
Locker, humos und strukturstabil, zum Beispiel Zimmerpflanzenerde mit Rinde und Perlit.
Pflegeaufwand
Mittlerer Pflegeaufwand
Düngen
Von März bis September sparsam alle 2–4 Wochen mit Grünpflanzendünger.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- du einen sonnigen Platz hast, etwa am Süd- oder Westfenster
- Heizungsluft und trockene Räume kein Problem sind
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz eher dunkel oder weit vom Fenster entfernt ist
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Palme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln.
- Herkunft: Zentralchile, vor allem in lichten Wäldern und auf trockenen Hängen.
- Temperatur: verträgt kühle Räume (Winter ab etwa 10 °C)
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Topf dem Wurzelballen anpassen; beim Umtopfen 2–4 cm größer.
- Vermehren: Samen
- Überwintern: Hell und kühl bei etwa 5 bis 12 °C überwintern; sparsam gießen und Staunässe vermeiden.
- Auch bekannt als: Honigpalme; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Honigpalme im Überblick
Die Honigpalme (Jubaea chilensis) ist in Zimmerkultur eine dekorative Palme mit gefiederten oder fächerförmigen Wedeln. Herkunft und Habitus können artabhängig variieren; allgemein stammen viele Palmen aus überwiegend tropischen bis subtropischen Regionen. In Wohnräumen bleiben Honigpalmen meist zwischen 1 und 3 m hoch; Wachstum ist bei ausreichend Wärme, Licht und Nährstoffen mittel bis schnell. Der Schwierigkeitsgrad ist mittel — gleichmäßige Bedingungen fördern gesundes, robustes Wachstum.
Standort
Die Honigpalme stammt aus dem zentralen Chile und bildet mit der Zeit einen kräftigen, aufrechten Stamm sowie lange, gefiederte Wedel. Stelle sie an den hellsten verfügbaren Platz, idealerweise mit mehreren Stunden direkter Sonne. Im Schatten wächst sie schwach und bildet weniger kräftige Wedel. Normale, auch eher trockene Raumluft ist verträglich; im Topf sollte sie kühl und hell überwintern und vor starkem Frost geschützt stehen.
Substrat und Topf
Ein lockeres, strukturstabiles Substrat lässt überschüssiges Wasser rasch ablaufen und versorgt die Wurzeln zugleich gleichmäßig mit Feuchtigkeit. Ein mineralischer Anteil verbessert die Durchlässigkeit und beugt verdichteter, dauerhaft nasser Erde vor. Ein schwerer, standsicherer Topf passt zum später kräftigen Wuchs der Honigpalme; Abzugslöcher sind wichtig. Wasser im Übertopf oder Untersetzer solltest du nach dem Gießen entfernen.
Richtig pflegen
Gießen
Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und durchfeuchte den Wurzelballen gleichmäßig. Die Honigpalme hat einen mittleren Wasserbedarf: Während des Wachstums braucht sie regelmäßige Wassergaben, im kühlen Winterquartier deutlich weniger. Lass überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer ablaufen, denn dauerhaft nasse Erde schadet den Wurzeln. Prüfe die Erde vor dem nächsten Gießen erneut, statt dich an einem festen Rhythmus zu orientieren.
Düngen
Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer versorgst du die Honigpalme zurückhaltend und regelmäßig mit Nährstoffen. Im kühleren Winter wächst sie langsamer und benötigt deutlich weniger Dünger; bei kaum erkennbarem Wachstum lässt du die Düngung aus.
Umtopfen
Topfe die Honigpalme im Frühjahr um, wenn die Wurzeln den Topf weitgehend ausgefüllt haben oder aus den Abzugslöchern wachsen. Wähle einen nur wenig größeren, standsicheren Topf und behandle den Wurzelballen vorsichtig, denn Palmen reagieren empfindlich auf starke Wurzelstörungen. Häufiges Umtopfen ist nicht nötig.
Schneiden und Blattpflege
Ein regelmäßiger Formschnitt ist bei der aufrecht wachsenden Honigpalme nicht nötig. Entferne nur vollständig abgestorbene oder stark beschädigte Wedel und schneide sie nahe am Stamm ab, ohne den Stamm oder den Vegetationspunkt zu verletzen. Grüne Wedel solltest du stehen lassen, auch wenn einzelne Blattspitzen braun sind. Staub lässt sich vorsichtig mit einem feuchten Tuch abwischen.
Jahresrhythmus
Im Frühjahr und Sommer steht die Honigpalme möglichst hell und sonnig; an direkte Sonne gewöhnst du sie schrittweise. Während der Wachstumszeit hältst du das Substrat mäßig feucht und lässt überschüssiges Wasser ablaufen. Im Herbst und Winter passt ein heller, kühler Standort, möglichst nicht unter etwa 10 °C. Bei langsamerem Wachstum im Winter gießt du sparsamer und düngst deutlich weniger oder gar nicht.
Vermehren
Die Honigpalme wird über Samen vermehrt; eine Teilung ist bei ihrem einzelnen Stamm keine geeignete Methode. Säe die Samen möglichst frisch in ein lockeres, leicht feuchtes Substrat und stelle das Gefäß an einen warmen Platz. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht, aber nicht nass, und lüfte bei Bedarf. Die Keimung kann lange dauern, daher sind Geduld und gleichmäßige Bedingungen wichtig.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Zu dunkler Standort
- Symptom: Die Wedel werden schwach und der Neuaustrieb bleibt spärlich.
- Ursache: Ein lichtarmer Platz genügt dem hohen Lichtbedarf der Honigpalme nicht.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Palme an einen sehr hellen, sonnigen Platz und gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne.
-
Dauerhaft nasses Substrat
- Symptom: Die Wedel vergilben und die Wurzeln können faulen.
- Ursache: Staunässe entsteht, wenn Wasser im Topf oder Übertopf stehen bleibt.
- Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist.
-
Zu warmer Winterstandort
- Symptom: Die Palme wächst im Winter schwach oder bildet blasse Wedel.
- Ursache: Ein dauerhaft warmer Standort passt schlecht zur kühlen Winterruhe der Honigpalme.
- Gegenmaßnahme: Überwintere sie hell und kühl bei mindestens etwa 10 °C und reduziere das Gießen.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Reizend bis giftig bei Verzehr; Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Honigpalme gießen?
Gieße nach dem Abtrocknen der oberen Erdschicht gründlich und lass überschüssiges Wasser ablaufen; im kühlen Winter weniger.
Welcher Standort ist am besten?
Sehr heller, sonniger Platz mit Raum für die aufrecht wachsende Palme; im Topf im Winter kühl und frostgeschützt.
Wie steigere ich die Luftfeuchtigkeit?
Die Honigpalme kommt mit trockener Raumluft zurecht. Eine besondere Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.
Wann und wie oft umtopfen?
Im Frühjahr bei Durchwurzelung umtopfen; neuen Topf nur 2–4 cm größer wählen. Frisches, gut durchlässiges Substrat verwenden.
Ist die Honigpalme giftig für Haustiere?
Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein.
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