Feige
Ficus
Ficus deltoidea
Ficus (Ficus deltoidea) ist eine vielseitige Zierfeige, deren Wuchsform, Größe und Ansprüche je nach Art variieren. Hell bis halbschattig platzieren, direkte Mittagssonne vermeiden und Staunässe verhindern. Im Wachstum mäßig düngen, im Winter Wasserzufuhr reduzieren und frostfrei überwintern; Vermehrung artabhängig per Steckling, Teilung oder Aussaat möglich.

Ficus (Ficus deltoidea) | Foto: Forest & Kim Starr / Wikimedia Commons / CC BY 3.0
Kurzprofil
Redaktionelle Richtwerte
- Pflegeaufwand
- Mittel
- Licht
- Hell, indirekt
- Wasserbedarf
- Mittel
- Luftfeuchtigkeit
- Mittel
- Größe
- Groß (über 1 m)
- Wuchsform
- Aufrecht
Haustiere: Für Katzen oder Hunde giftig bzw. reizend. Außer Reichweite von Haustieren aufstellen.
Steckbrief
Alles Wichtige auf einen Blick
Standort
Heller Platz mit viel indirektem Licht und normaler Raumluft, ohne kalte Zugluft.
Licht
Helles, indirektes Licht; dunkle Standorte verträgt die Pflanze schlecht.
Temperatur
Etwa 18 bis 25 °C sind passend; vor kalter Zugluft schützen.
Luftfeuchtigkeit
Normale Raumluft genügt; eine höhere Luftfeuchtigkeit ist nicht nötig.
Gießen
Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.
Substrat & Topf
Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.
Pflegeaufwand
Mittlerer Pflegeaufwand
Düngen
Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.
Passt diese Pflanze zu mir?
Die Entscheidungshilfe
Gut geeignet, wenn …
- dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
- du Platz für einen großen Solitär hast
Weniger geeignet, wenn …
- dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt
- du nur eine kleine Fensterbank frei hast
- Katzen oder Hunde die Pflanze anknabbern könnten
Du willst es genauer wissen? Der Pflanzen-Navigator und der Standort-Check bewerten deine Situation.
Gut zu wissen
- Wuchsform: Aufrecht wachsender, verzweigter Strauch mit verholzenden Trieben.
- Herkunft: Tropisches Südostasien, vor allem auf der Malaiischen Halbinsel und Borneo.
- Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
- Aufstellort: Boden
- Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
- Vermehren: Stecklinge
- Überwintern: Hell bei etwa 16 bis 20 °C aufstellen und mäßig gießen, sodass die Erde nicht dauerhaft nass bleibt.
- Auch bekannt als: Ficus; Handels- und Sortennamen können abweichen.
Ficus im Überblick
Ficus (bot. Ficus deltoidea) steht für eine Gruppe von Zierfeigen mit unterschiedlichen Wuchsformen: aufrecht, buschig, rankend oder rosettig. Herkunft und genaue Ansprüche sind artabhängig, weshalb Pflegeanweisungen immer an die konkrete Sorte angepasst werden sollten. Allgemein gilt: mittlerer Schwierigkeitsgrad — mit geeigneter Standortwahl und Kontrolle von Wasserhaushalt gedeiht die Pflanze zuverlässig.
Standort
Ficus deltoidea stammt aus Südostasien und wächst als aufrechter, immergrüner Strauch. Seine festen, oft dreieckigen bis verkehrt-eiförmigen Blätter sitzen dicht an den Zweigen; bei guten Bedingungen kann die Pflanze über einen Meter hoch werden. Ein heller Platz mit viel indirektem Licht unterstützt einen kräftigen Wuchs, während dunkle Ecken ungeeignet sind. Normale Raumluft genügt, doch kalte Zugluft und starke, heiße Mittagssonne solltest du vermeiden.
Substrat und Topf
Ein lockeres, strukturstabiles und gut durchlässiges Substrat passt zu Ficus deltoidea und hält die Wurzeln zugleich gleichmäßig versorgt. Ein Topf mit Abzugslöchern ist wichtig, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann. Eine Drainageschicht allein ersetzt diese Öffnungen nicht. Wähle einen standfesten Topf, der dem aufrechten Wuchs Halt gibt, aber nicht unverhältnismäßig groß ist.
Richtig pflegen
Gießen
Gieße erst, wenn die obere Erdschicht spürbar abgetrocknet ist; danach kannst du den Wurzelballen gleichmäßig durchfeuchten und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Ficus deltoidea verträgt weder anhaltende Nässe noch ein über längere Zeit vollständig ausgetrocknetes Substrat. Prüfe die Erde vor jedem Gießen, denn Licht und Wärme beeinflussen, wie schnell sie trocknet. Ein starrer Gießrhythmus ist daher ungeeignet.
Düngen
Während des aktiven Wachstums im Frühjahr und Sommer versorgst du Ficus deltoidea zurückhaltend mit Nährstoffen. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, reduzierst du die Düngung deutlich oder lässt sie ganz aus; bei schwachem Licht braucht die Pflanze besonders wenig.
Umtopfen
Am besten topfst du im Frühjahr um, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Wurzelballen den Topf weitgehend ausfüllt. Wähle einen nur wenig größeren Topf mit Abzugslöchern, denn überschüssiges Substrat bleibt sonst länger nass. Lockere den Wurzelballen vorsichtig und vermeide unnötige Wurzelverletzungen.
Schneiden und Blattpflege
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei dem aufrechten Wuchs nicht nötig. Zu lange oder ungünstig stehende Triebe kannst du im Frühjahr mit sauberem Werkzeug einkürzen, damit die Pflanze kompakt bleibt und sich verzweigt. Entferne gelbe oder abgestorbene Blätter; eine zusätzliche Stütze braucht sie nur, wenn der Standort den aufrechten Wuchs nicht sicher trägt.
Jahresrhythmus
Im Frühjahr beginnt Ficus deltoidea meist kräftiger zu wachsen; helles, indirektes Licht unterstützt den Austrieb. Im Sommer hältst du das Substrat gleichmäßig leicht feucht, lässt die Oberfläche aber zwischen den Wassergaben antrocknen. Im Herbst und Winter nimmt das Wachstum bei weniger Licht oft ab, deshalb gießt du vorsichtiger und düngst deutlich weniger. Eine gleichmäßig warme Zimmertemperatur und ein Platz ohne kalte Zugluft sind das ganze Jahr über günstig.
Vermehren
Ficus deltoidea lässt sich über Stecklinge vermehren; das Frühjahr oder der Sommer bietet sich an, wenn die Pflanze aktiv wächst. Schneide einen gesunden Triebabschnitt mit sauberem Werkzeug ab und entferne die unteren Blätter. Setze den Steckling in ein luftiges, leicht feuchtes Substrat und stelle ihn hell, aber ohne direkte Sonne auf. Halte die Feuchtigkeit gleichmäßig, ohne das Substrat nass werden zu lassen, und warte auf neues Wachstum als Zeichen der Bewurzelung.
Die drei häufigsten Pflegefehler
-
Staunässe im Topf
- Symptom: Blätter vergilben oder fallen ab, und das Substrat bleibt lange nass.
- Ursache: Zu häufiges Gießen oder fehlende Abzugslöcher halten die Wurzeln dauerhaft feucht.
- Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst wieder, wenn die Oberfläche des Substrats angetrocknet ist.
-
Zu dunkler Standort
- Symptom: Der Wuchs wird spärlich und neue Triebe bleiben schwach.
- Ursache: Ficus deltoidea ist nicht schattenverträglich und erhält bei wenig Licht zu wenig Energie.
- Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze an einen hellen Platz mit indirektem Licht und vermeide starke, abrupte Standortwechsel.
-
Zu viel Dünger im Winter
- Symptom: Blätter zeigen Schäden, obwohl die Pflanze kaum wächst.
- Ursache: Bei wenig Licht und verlangsamtem Wachstum kann die Pflanze zusätzliche Nährstoffe schlechter nutzen.
- Gegenmaßnahme: Reduziere die Düngung im Herbst und Winter deutlich oder setze sie während der Ruhephase aus.
Sicherheit für Menschen und Haustiere
Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde gilt die Pflanze als giftig bzw. reizend und kann zu Beschwerden im Maul-, Magen- und Darmbereich führen. Lass Haustiere nicht an der Pflanze knabbern und hole bei Verdacht auf Aufnahme tierärztlichen Rat ein. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich meinen Ficus gießen?
Gieße mäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide dauerhaft nasse Erde.
Welches Licht ist ideal für einen Ficus?
Helles, indirektes Licht; dunkle Standorte verträgt die Pflanze schlecht.
Wie überwintere ich meinen Ficus richtig?
Überwinter frostfrei und möglichst hell. Reduziere die Wassermenge, denn der Wasserbedarf ist in der Ruhezeit geringer.
Wie kann ich meinen Ficus vermehren?
Ja, Ficus deltoidea lässt sich durch Stecklinge vermehren, am besten während des aktiven Wachstums.
Woran erkenne ich Schädlinge und was kann ich tun?
Achte auf feine Gespinste, klebrige Rückstände, weiße Watteerscheinungen oder kleine gelbe/braune Flecken auf Blättern. Häufige Schädlinge sind Spinnmilben, Thripse, Wollläuse und Schildläuse; bei Befall betroffene Stellen reinigen und gezielt behandeln, gleichzeitig Standort- und Pflegebedingungen überprüfen.
Werbung · Anzeige
Passende Produkte
Anzeige: Die Links zu unseren Partnern sind Affiliate-Links. Kaufst du über einen Link, erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Preise inkl. MwSt., zzgl. ggf. Versandkosten; Preis und Verfügbarkeit können sich ändern und gelten zum Zeitpunkt des Abrufs. Verbindlich ist die Angabe beim Händler.
Passt gut dazu
Ähnliche Pflanzen
Ausgewählt nach Gattung, Kategorie und ähnlichen Ansprüchen an Licht, Wasser und Größe.
Alle 13 Arten der Gattung Ficus ansehen

Feige
Feigenbaum
Ficus benghalensis
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Ein heller, zugluftgeschützter Platz mit indirektem Licht passt gut

Feige
Ficus
Ficus binnendijkii 'Alii'
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Heller Platz mit viel indirektem Licht und ohne kalte Zugluft

Feige
Ficus
Ficus benghalensis 'Audrey'
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Heller Platz nahe einem Fenster, ohne starke Mittagssonne und ohne kalte Zugluft

Feige
Ficus
Ficus binnendijkii
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Heller Platz mit indirektem Licht, möglichst ohne häufige Standortwechsel

Feige
Ficus
Ficus cyathistipula
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Heller Platz mit indirektem Licht und möglichst ohne kalte Zugluft

Feige
Ficus
Ficus microcarpa 'Ginseng'
- Mittlerer Pflegeaufwand
- Heller Platz mit viel indirektem Licht, ohne kalte Zugluft