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Zimmerpflanze

Cyanotis

Cyanotis kewensis

Cyanotis (Cyanotis kewensis) ist eine vielseitige Zier-Zimmerpflanze aus der Familie Commelinaceae; Wuchsform, Größe und Pflegeansprüche sind artabhängig und variieren von aufrecht bis rankend. Hell bis halbschattig platzieren, Staunässe vermeiden und während der Wachstumszeit mäßig düngen. Vermehrung durch Teilung, Stecklinge oder Aussaat möglich; Verzehr vorsorglich vermeiden.

Pflegeleicht
Foto von Cyanotis (Cyanotis kewensis).

Cyanotis (Cyanotis kewensis) | Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Kurzprofil

Redaktionelle Richtwerte

Pflegeaufwand
Pflegeleicht
Licht
Hell, indirekt
Wasserbedarf
Mittel
Luftfeuchtigkeit
Mittel
Größe
Klein (bis ca. 30 cm)
Wuchsform
Hängend

Haustiere: Für Haustiere nicht bewertet. Das bedeutet nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist.

Steckbrief

Alles Wichtige auf einen Blick

Standort

Heller Platz auf einem Regal, ohne starke Mittagssonne und kalte Zugluft.

Licht

Helles, indirektes Licht; dunkle Ecken lassen die Triebe lockerer wachsen.

Temperatur

Etwa 18 bis 25 °C; vor Kälte und Zugluft schützen.

Luftfeuchtigkeit

Normale Raumluft genügt; eine besondere Erhöhung der Luftfeuchte ist nicht nötig.

Gießen

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Substrat & Topf

Strukturstabiles, durchlässiges Substrat passend zur Pflanzengruppe verwenden.

Pflegeaufwand

Pflegeleicht

Düngen

Während der Wachstumszeit mäßig düngen; im Winter meist reduzieren oder aussetzen.

Passt diese Pflanze zu mir?

Die Entscheidungshilfe

Gut geeignet, wenn …

  • dein Platz hell ist, aber ohne dauerhafte pralle Mittagssonne
  • du wenig Zeit für die Pflege hast oder Einsteiger bist
  • du wenig Platz hast, zum Beispiel auf Fensterbank oder Regal

Weniger geeignet, wenn …

  • dein Platz sehr wenig Tageslicht bekommt

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Diese Pflanze findest du in den Auswahlen:PflegeleichtHängendKleinHell, indirekt

Gut zu wissen

  • Wuchsform: Niedrig und hängend mit kriechenden, dicht behaarten Trieben.
  • Herkunft: Ostafrika; wächst dort in warmen, trockenen Regionen.
  • Temperatur: normale Wohnraumtemperatur
  • Aufstellort: Fensterbank, Regal oder Tisch, Hängeampel
  • Topfgröße: Beim Umtopfen 2–4 cm größer als den Wurzelballen wählen.
  • Vermehren: Stecklinge
  • Überwintern: Hell bei etwa 15 bis 18 °C halten und sparsamer gießen, ohne den Wurzelballen völlig austrocknen zu lassen.
  • Auch bekannt als: Cyanotis; Handels- und Sortennamen können abweichen; Cyanotis beddomei

Cyanotis im Überblick

Cyanotis (botanisch oft als Cyanotis kewensis bezeichnet) gehört zur Familie der Commelinaceae und wird als Zierpflanze in Innenräumen kultiviert. Die Gruppe ist in Merkmalen sehr variabel: je nach Art kann die Wuchsform aufrecht, buschig, rankend oder rosettig sein. Größe und Wachstumsgeschwindigkeit sind artabhängig und von Licht, Temperatur sowie Pflege abhängig; allgemein gilt die Pflege als mittelschwer und erfordert Anpassung an die jeweilige Art.

Standort

Die Cyanotis kewensis bildet hängende Triebe mit kleinen, dicht behaarten Blättern und bleibt meist kompakt; ein Platz auf einem hellen Regal lässt den Wuchs zur Geltung kommen. Helles, indirektes Licht hält die Triebe dichter und die Blattfärbung kräftig. Im Schatten wächst sie oft lockerer, während starke direkte Mittagssonne die Blätter stressen kann. Normale Wohnraumluft reicht aus; schütze sie vor kalter Zugluft.

Substrat und Topf

Ein lockeres, zugleich strukturstabiles Substrat lässt Wasser gut ablaufen und hält dennoch etwas Feuchtigkeit für die feinen Wurzeln. Eine humose, luftige Erde mit gut drainierenden Bestandteilen passt zu Cyanotis kewensis; dichtes, lange nasses Substrat ist ungünstig. Ein Topf mit Abzugslöchern verhindert, dass Wasser im Wurzelbereich stehen bleibt. Wegen der hängenden Triebe eignet sich auch ein Hängetopf, der nicht unnötig groß sein sollte.

Richtig pflegen

Gießen

Prüfe die Erde mit dem Finger und gieße, wenn die obere Schicht abgetrocknet ist; der Wurzelballen sollte dazwischen nicht völlig austrocknen. Gib Wasser direkt auf die Erde und lass überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer ablaufen. Dauerhaft nasses Substrat bekommt den Wurzeln nicht und kann Fäulnis begünstigen. Bei kühlerem Stand oder langsamerem Wachstum braucht sie entsprechend weniger Wasser.

Düngen

Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer kannst du sparsam düngen, damit die Triebe gleichmäßig weiterwachsen. Im lichtärmeren Winter wird kaum oder gar nicht gedüngt; zu häufige oder starke Düngung kann die Wurzeln belasten.

Umtopfen

Am besten topfst du im Frühjahr um, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Topf rasch austrocknet. Wähle nur einen wenig größeren Topf mit Abzugslöchern, denn ein übergroßes Gefäß hält unnötig lange Feuchtigkeit im Wurzelbereich.

Schneiden und Blattpflege

Zu lange oder lückig gewachsene Triebe kannst du zurückschneiden, damit die Pflanze kompakter bleibt und sich verzweigt. Schneide knapp oberhalb eines Blattknotens und entferne abgestorbene Blätter und Triebe. Die samtig behaarten Blätter behandelst du vorsichtig, denn starkes Reiben kann ihren Belag beschädigen.

Jahresrhythmus

Im Frühjahr und Sommer wächst Cyanotis kewensis bei hellem, indirektem Licht und normaler Zimmertemperatur kräftig; gieße dann mäßig und lass die obere Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Während der dunkleren Winterzeit verlangsamt sich das Wachstum. Gieße dann zurückhaltender und dünge kaum oder gar nicht. Ein heller Standort ohne kalte Zugluft unterstützt die Pflanze durch die Ruhezeit.

Vermehren

Stecklinge sind die geeignete Methode, um Cyanotis kewensis zu vermehren; im Frühjahr oder Sommer wachsen sie meist besonders gut an. Schneide gesunde, nicht zu alte Triebspitzen mit mindestens einem Blattknoten ab und entferne die unteren Blätter. Stecke den unteren Teil in leicht feuchtes, lockeres Substrat und stelle den Steckling hell, aber ohne direkte Sonne auf. Halte das Substrat gleichmäßig leicht feucht, nicht nass, bis sich neue Wurzeln und Triebe zeigen.

! Die drei häufigsten Pflegefehler

  1. Staunässe im Topf

    • Symptom: Blätter werden gelblich und Triebe wirken weich oder schlaff.
    • Ursache: Dichtes, dauerhaft nasses Substrat verdrängt Luft aus dem Wurzelbereich.
    • Gegenmaßnahme: Lass überschüssiges Wasser ablaufen und gieße erst, wenn die obere Substratschicht leicht abgetrocknet ist.
  2. Zu wenig Licht

    • Symptom: Die Triebe werden lang und dünn, die Blätter sitzen weiter auseinander.
    • Ursache: Ein zu dunkler Standort reicht dem lichtliebenden, nicht schattenverträglichen Wuchs nicht aus.
    • Gegenmaßnahme: Stelle die Pflanze heller, aber weiterhin ohne pralle direkte Sonne auf.
  3. Substrat vollständig austrocknen lassen

    • Symptom: Blätter trocknen ein und die Triebe verlieren ihre Spannkraft.
    • Ursache: Längere Trockenheit passt nicht zum mittleren Wasserbedarf der Pflanze.
    • Gegenmaßnahme: Gieße mäßig, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist, und vermeide längere Trockenphasen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für Menschen: Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft vorsorglich vermeiden. Für Katzen und Hunde liegt uns keine belastbare Einstufung vor. Das heißt nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist: Stelle sie vorsorglich so auf, dass Haustiere sie nicht anknabbern können. Stelle die Pflanze für kleine Kinder unzugänglich auf.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Cyanotis gießen?

Gieße, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, und vermeide Staunässe.

Welcher Standort ist am besten für Cyanotis?

Heller Platz auf einem Regal, ohne starke Mittagssonne und kalte Zugluft.

Wann und wie topfe ich um?

Im Frühjahr umtopfen, wenn die Pflanze durchwurzelt ist. Neuen Topf nur 2–4 cm größer wählen und auf Drainage achten.

Wie kann ich Cyanotis vermehren?

Ja, Cyanotis kewensis lässt sich über Triebstecklinge vermehren, die du in leicht feuchtes, lockeres Substrat steckst.

Sind Cyanotis giftig für Haustiere?

Für Katzen und Hunde liegt uns keine belastbare Einstufung vor. Das heißt nicht, dass die Pflanze ungefährlich ist: Stelle sie vorsorglich so auf, dass Haustiere sie nicht anknabbern können.

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